Wenn wir über PCR-Rezyklat für unsere Flaschen sprechen, denken die meisten zuerst an „Ressourcenschonung“. Was viele nicht wissen: Die Frage, ob man z. B. natur, weiß oder grau nimmt, ist ebenso eine knallharte Kalkulationsfrage.

Unser Rezyklat kommt aus europäischen Haushaltssammlungen – also aus dem gelben Sack bzw. der dualen Sammlung bei euch zu Hause. Was danach passiert, wissen die wenigsten: Sammeln, sortieren, waschen, homogenisieren – ein aufwendiger, mehrstufiger Prozess, bevor daraus wieder verarbeitbares Material wird.

Am Ende landet das Material in drei (oder mehr) Fraktionen: typisch sind natur, weiß oder grau. Und genau hier wird es interessant – die Preise unterscheiden sich erheblich: Setzt man natur auf 100 %, liegt weiß bei rund 90 % und grau bei nur etwa 70 %. Die Frage „Welche Fraktion braucht meine Anwendung wirklich?“ ist deshalb einer der größten Kostenhebel in der Verpackungsentwicklung.

Und ein verbreitetes Vorurteil stimmt so nicht: Grau heißt nicht zwangsläufig unattraktiv. Mit kräftigen, dunklen Einfärbungen wie Tannengrün oder Tiefblau lässt sich die günstigere Fraktion hochwertig gestalten – Kostenvorteil und ansprechendes Design schließen sich also nicht aus.

Bleibt die Frage, die viele in unserer Branche umtreibt: Ist „PCR Einsatz in der Kunststoffverpackung“ am Ende Greenwashing – oder echte Ressourcenschonung?

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